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Zahnzusatzversicherung für Senioren: Lohnt sie sich? Gut versorgt in jedem Lebensabschnitt

Zahnersatz kostet 600 bis 3.500 Euro. Eine Zusatzversicherung deckt bis zu 100% und ist auch ab 60 abschließbar.

Das Wichtigste in Kürze

  • check Zahnersatz wird im Alter häufiger nötig. Kronen, Brücken und Implantate kosten schnell mehrere tausend Euro, die Kasse zahlt nur einen Festzuschuss.
  • check Tarife für Senioren ab 60 kosten etwa 30 bis 115 Euro monatlich und erstatten 75 bis 100 Prozent der Zahnersatzkosten.
  • check Mehrere Versicherer haben keine Altersgrenze. Auch mit 70 ist ein Abschluss möglich, sofern die Gesundheitsfragen positiv beantwortet werden.
  • check In den ersten Jahren begrenzen viele Tarife die Erstattung auf 1.000 bis 1.500 Euro. Die volle Leistung steht oft erst nach drei bis vier Jahren bereit.
Zahnzusatzversicherung für Senioren: Lohnt sie sich?
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Inhaltsverzeichnis

Warum Zahnschutz im Alter wichtig wird

Zahnersatz wird mit zunehmendem Alter häufiger notwendig. Ob Krone, Brücke oder Implantat: Die Kosten liegen schnell bei mehreren tausend Euro. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt dabei nur einen Festzuschuss, der sich an der günstigsten Regelversorgung orientiert. Den Rest tragen Sie selbst.

Eine Zahnzusatzversicherung für Senioren kann diese Lücke schließen und den Eigenanteil deutlich reduzieren. Doch lohnt sich der Abschluss im Alter noch? Welche Tarife stehen zur Verfügung, was kosten sie und worauf sollten Sie achten? Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen sachlichen Überblick über die wichtigsten Fragen rund um die Zahnzusatzversicherung ab 50, 60 oder 70 Jahren.

1. Warum Zahnersatz im Alter oft unvermeidbar ist

Mit den Jahren steigt das Risiko für Zahnprobleme. Zahnsubstanz nutzt sich ab, Füllungen werden porös, und das Zahnfleisch zieht sich zurück. Parodontitis gehört zu den häufigsten Zahnerkrankungen bei Erwachsenen und kann unbehandelt zum Zahnverlust führen.

Hinzu kommt, dass viele ältere Zahnbehandlungen irgendwann erneuert werden müssen. Alte Kronen, Brücken oder Füllungen halten in der Regel 10 bis 20 Jahre. Wer heute 60 oder 70 Jahre alt ist, steht häufig vor der Frage, ob einzelne Versorgungen erneuert oder durch Implantate ersetzt werden sollen.

Typische Zahnprobleme im Alter

  • Zahnsubstanzverlust: Abnutzung durch jahrzehntelanges Kauen, Knirschen oder säurehaltige Ernährung
  • Parodontitis: Chronische Zahnfleischentzündung, die den Kieferknochen abbaut und Zähne lockert
  • Wurzelkaries: Kariesbefall an freiliegenden Zahnhälsen, der im Alter häufiger auftritt
  • Prothesenreparaturen: Bestehender Zahnersatz muss angepasst, unterfüttert oder erneuert werden

Die Kosten für Zahnersatz sind dabei erheblich. Ein einzelnes Implantat mit Krone kostet zwischen 1.800 und 3.500 Euro, eine Zahnbrücke zwischen 600 und 2.500 Euro. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt davon nur einen Festzuschuss von etwa 60 bis 75 Prozent der Regelversorgung.

2. Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung für Senioren?

Ob sich eine Zahnzusatzversicherung im Alter lohnt, hängt von Ihrer individuellen Zahnsituation und den zu erwartenden Behandlungen ab. Grundsätzlich gilt: Je höher das Risiko für Zahnersatz, desto eher kann sich der Abschluss rechnen. Und dieses Risiko steigt mit dem Alter.

Die Kosten-Nutzen-Rechnung

Eine Zahnzusatzversicherung kostet für Senioren ab 60 Jahren je nach Tarif etwa 30 bis 115 Euro im Monat. Bei einem Beitrag von 50 Euro monatlich zahlen Sie 600 Euro pro Jahr. Wird in diesem Zeitraum eine Krone fällig, erstattet ein guter Tarif mit 90 bis 100 Prozent den Großteil der Kosten. Bei einer Keramikkrone für 800 Euro würden Sie statt 600 Euro Eigenanteil nur noch 0 bis 80 Euro selbst tragen.

Besonders deutlich wird der Vorteil bei Implantaten. Bei Gesamtkosten von 2.500 Euro und einem GKV-Zuschuss von etwa 500 Euro bliebe ohne Versicherung ein Eigenanteil von 2.000 Euro. Ein Tarif mit 100 Prozent Erstattung reduziert diesen Eigenanteil auf null. Selbst nach Abzug der Jahresbeiträge sparen Sie mehrere hundert Euro.

Wann lohnt sich der Abschluss besonders?

  • Alter Zahnersatz: Wenn bestehende Kronen, Brücken oder Füllungen in den nächsten Jahren erneuert werden müssen
  • Vorliebe für hochwertige Versorgung: Wenn Sie Keramik statt Metall oder Implantate statt Brücken bevorzugen
  • Begrenztes Budget: Wenn hohe Einmalkosten für Zahnersatz im Rentenalter die Haushaltskasse belasten würden

3. Kann man mit 70 noch versichert werden?

Ja, ein Abschluss ist auch mit 70 Jahren noch möglich. Allerdings gibt es Einschränkungen: Nicht alle Versicherer akzeptieren Antragsteller in jedem Alter, und die Beiträge steigen mit zunehmendem Eintrittsalter deutlich an.

Altersgrenzen der Versicherer

Einige Anbieter setzen ein Höchstalter für den Abschluss fest. Andere Versicherer haben hingegen keine Altersgrenze und versichern auch Personen ab 70 oder 80 Jahren. Die Tarifauswahl wird mit steigendem Alter kleiner, doch es bleiben ausreichend Optionen.

Gesundheitsprüfung als Hürde

Die größere Hürde im Alter ist häufig nicht das Alter selbst, sondern die Gesundheitsprüfung. Die meisten Versicherer fragen nach fehlenden Zähnen, laufenden Behandlungen, Parodontitis und vorhandenem herausnehmbarem Zahnersatz. Werden diese Fragen mit Ja beantwortet, kann der Antrag abgelehnt oder der Beitrag erhöht werden. Es gibt jedoch Tarife mit vereinfachten Gesundheitsfragen, bei denen nur eine einzige Frage gestellt wird.

4. Welche Leistungen sind für Senioren wichtig?

Nicht jede Leistung einer Zahnzusatzversicherung ist für Senioren gleich relevant. Während Kieferorthopädie kaum eine Rolle spielt, stehen Zahnersatz, Zahnerhalt und Prophylaxe im Vordergrund. Achten Sie bei der Tarifwahl auf die Bereiche, die im Alter besonders häufig benötigt werden.

Die wichtigsten Leistungsbereiche

  • Zahnersatz (Kronen, Brücken, Prothesen): Der mit Abstand wichtigste Bereich. Achten Sie auf eine Erstattung von mindestens 75 Prozent, besser 90 bis 100 Prozent der Kosten. Hochwertige Tarife erstatten auch Implantate und Knochenaufbau.
  • Zahnbehandlungen: Wurzelbehandlungen und Parodontosebehandlungen werden im Alter häufiger nötig. Gute Tarife erstatten diese Leistungen zu 100 Prozent.
  • Prophylaxe (PZR): Eine professionelle Zahnreinigung zwei Mal im Jahr hilft, Zahnprobleme zu vermeiden. Die meisten Tarife erstatten die PZR vollständig, oft bis zu 150 oder 200 Euro pro Jahr.
  • Aufbissschienen: Knirschen und Kiefergelenksbeschwerden nehmen im Alter zu. Tarife mit Schienenerstattung bieten hier zusätzlichen Schutz.

Weniger relevant für Senioren sind in der Regel Kieferorthopädie und Bleaching. Konzentrieren Sie sich auf Tarife mit starken Leistungen in den Bereichen Zahnersatz und Zahnbehandlung.

5. Was kosten Zahnzusatzversicherungen für Senioren?

Die Beiträge für eine Zahnzusatzversicherung steigen mit dem Eintrittsalter. Der Grund: Ältere Versicherte nutzen Zahnersatzleistungen statistisch häufiger. Dennoch gibt es deutliche Preisunterschiede zwischen den Anbietern und Tarifstufen.

Beitragsspannen nach Alter und Tarifstufe

Für Versicherte ab 60 Jahren beginnen die monatlichen Beiträge bei etwa 30 Euro für einen Basis-Tarif mit 75 Prozent Zahnersatz-Erstattung. Premium-Tarife mit 100 Prozent Erstattung kosten in der Regel zwischen 60 und 115 Euro monatlich. Die genaue Höhe hängt vom Anbieter, der gewählten Leistungsstufe und dem Eintrittsalter ab.

  • Basis-Tarif (75% Zahnersatz): ab etwa 30 Euro monatlich für Versicherte ab 60
  • Komfort-Tarif (90% Zahnersatz): ab etwa 48 Euro monatlich für Versicherte ab 60
  • Premium-Tarif (100% Zahnersatz): ab etwa 60 Euro monatlich für Versicherte ab 60

Fehlende Zähne verteuern den Beitrag

Viele Versicherer berechnen einen Zuschlag pro fehlendem Zahn, der noch nicht ersetzt wurde. Dieser liegt in der Regel bei 10 bis 25 Prozent auf den Monatsbeitrag. Bei einem Beitrag von 50 Euro und einem Zuschlag von 25 Prozent wären das 12,50 Euro mehr pro Monat und fehlendem Zahn.

6. Worauf bei der Tarifwahl achten?

Die Wahl des richtigen Tarifs ist im Alter besonders wichtig, weil die Beiträge höher sind und ein späterer Wechsel schwieriger wird. Achten Sie auf folgende Kriterien, bevor Sie sich für einen Tarif entscheiden.

  • Zahnstaffel prüfen: In den ersten Jahren begrenzen viele Tarife die maximale Erstattung (z.B. 1.000 Euro im ersten Jahr). Die volle Leistung steht häufig erst nach 3 bis 4 Jahren zur Verfügung.
  • Gesundheitsfragen vergleichen: Je weniger Fragen gestellt werden, desto leichter ist der Abschluss. Manche Anbieter stellen nur eine einzige Frage.
  • Wartezeit beachten: Einige Tarife haben Wartezeiten von mehreren Monaten. Es gibt jedoch auch Tarife mit Sofortschutz, die bereits ab dem ersten Tag leisten.
  • Kündigungsfrist und Mindestlaufzeit: Die Mindestvertragslaufzeit beträgt bei den meisten Tarifen 2 Jahre, die Kündigungsfrist liegt bei 1 bis 3 Monaten.

7. Fazit: Zahnzusatzversicherung im Rentenalter

Eine Zahnzusatzversicherung kann sich auch im Rentenalter lohnen, denn der Bedarf an Zahnersatz steigt mit den Jahren. Bereits eine einzige Krone oder ein Implantat kann die Jahresbeiträge übersteigen. Entscheidend ist, den Abschluss nicht zu lange hinauszuzögern: Je früher Sie sich versichern, desto günstiger sind die Beiträge und desto weniger Hürden gibt es bei den Gesundheitsfragen.

Vergleichen Sie verschiedene Tarife hinsichtlich Erstattungshöhe, Zahnstaffel und Gesundheitsfragen. Nutzen Sie einen unabhängigen Tarifvergleich, um den passenden Schutz für Ihre persönliche Zahnsituation zu finden.

8. Häufige Fragen

Ja, mit 50 Jahren kann sich der Abschluss durchaus lohnen. In diesem Alter sind die Beiträge noch moderat und die Gesundheitsfragen meist leichter zu beantworten als mit 60 oder 70. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Zahnersatz in den kommenden Jahren. Bereits eine einzelne Krone oder ein Implantat kann die Jahresbeiträge deutlich übersteigen. Wichtig ist, den Abschluss vor dem ersten Behandlungsbedarf zu planen, da bereits angeratene Behandlungen in der Regel nicht versichert werden.
Ja, ein Abschluss mit 70 Jahren ist bei mehreren Versicherern möglich. Einige Anbieter haben keine Altersgrenze und nehmen auch Versicherte ab 70 oder 80 Jahren auf. Andere setzen ein Höchsteintrittsalter fest. Entscheidend sind die Gesundheitsfragen: Fehlende Zähne, eine Parodontitis oder laufende Behandlungen können den Abschluss erschweren. Es gibt jedoch Tarife mit vereinfachten Gesundheitsfragen, die den Zugang erleichtern.
Die monatlichen Beiträge für Senioren ab 60 Jahren liegen je nach Tarif zwischen etwa 30 und 115 Euro. Basis-Tarife mit 75 Prozent Zahnersatz-Erstattung starten bei rund 30 Euro monatlich. Premium-Tarife mit bis zu 100 Prozent Erstattung kosten in der Regel zwischen 60 und 115 Euro. Die genaue Höhe hängt vom Eintrittsalter, der gewählten Leistungsstufe und dem Anbieter ab. Fehlende Zähne können den Beitrag um 10 bis 25 Prozent pro Zahn erhöhen.
Die wichtigsten Leistungen für Senioren umfassen Zahnersatz (Kronen, Brücken, Prothesen und Implantate), Zahnbehandlungen (Wurzelbehandlungen, Parodontosebehandlungen) und Prophylaxe (professionelle Zahnreinigung). Je nach Tarif erstatten die Versicherungen zwischen 75 und 100 Prozent der Behandlungskosten. Hochwertige Tarife übernehmen auch Knochenaufbau bei Implantaten und Aufbissschienen. Kieferorthopädie ist für Senioren in der Regel weniger relevant.
Achten Sie vor dem Abschluss auf die Zahnstaffel, die Gesundheitsfragen und die Erstattungshöhe für Zahnersatz. In den ersten Jahren begrenzen viele Tarife die maximale Erstattung auf 1.000 bis 1.500 Euro. Prüfen Sie, ob Implantate und Parodontosebehandlungen im Leistungsumfang enthalten sind. Vergleichen Sie die Gesundheitsfragen verschiedener Anbieter, denn manche stellen weniger Fragen als andere. Schließen Sie die Versicherung ab, bevor eine Behandlung angeraten wird, da laufende Befunde vom Schutz ausgeschlossen sind.
Tarife komplett ohne Gesundheitsfragen sind selten, es gibt jedoch Angebote mit stark vereinfachten Prüfungen. Manche Versicherer stellen nur eine einzige Frage, etwa ob eine herausnehmbare Prothese vorhanden ist. Daneben existieren Sofort-Tarife, die auch bei bereits laufenden Behandlungen leisten. Diese Tarife haben in der Regel höhere Beiträge und niedrigere Erstattungsgrenzen in den ersten Jahren. Ein Tarifvergleich hilft, die passende Lösung für Ihre Situation zu finden.
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