2. Welche Tarife stellen keine Gesundheitsfragen?
Am Markt gibt es zwei Kategorien: Tarife, die komplett auf Gesundheitsfragen verzichten, und Tarife mit vereinfachten Fragen. Der Unterschied klingt klein, hat aber Auswirkungen auf Ihre Aufnahme.
Komplett ohne Gesundheitsfragen
Die Nürnberger bietet mit dem Komfort 80 und dem Komfort 100 zwei Tarife, die keine einzige Gesundheitsfrage stellen. Beim Komfort 80 zahlen Sie ab 22 EUR pro Monat (Alter 31 bis 40) und erhalten 80 Prozent Erstattung für Zahnersatz. Der Komfort 100 kostet ab 33 EUR pro Monat und erstattet 100 Prozent. Beide Tarife akzeptieren jeden Antragsteller, unabhängig von Zahnstatus oder Vorerkrankungen. Beide arbeiten mit einer Zahnstaffel: Im ersten Jahr ist die Erstattung auf 800 EUR (Komfort 80) bzw. 1.000 EUR (Komfort 100) begrenzt. Ab dem fünften Jahr entfällt diese Grenze.
Vereinfachte Gesundheitsfragen
Vereinfachte Gesundheitsfragen bedeuten: Der Versicherer stellt nur eine einzige Frage statt des üblichen Katalogs. Das senkt die Hürde deutlich, schließt aber bestimmte Personengruppen aus.
Die Deutsche Familienversicherung (DFV) fragt bei ihren Zahnschutz-Tarifen nur: Haben Sie eine bestehende, herausnehmbare Voll- oder Teilprothese? Wer diese Frage mit Nein beantwortet, wird aufgenommen. Laufende Behandlungen, Parodontitis oder fehlende Zähne werden nicht abgefragt. Der DFV Zahnschutz Exklusiv 100 bietet dabei 100 Prozent Erstattung ab 37,70 EUR pro Monat und hat mit 1.750 EUR im ersten Jahr die höchste Zahnstaffel unter den Tarifen mit vereinfachten Fragen.
Der Münchener Verein fragt beim ZahnGesund 85+ nur nach der Anzahl fehlender Zähne und akzeptiert Versicherte mit bis zu vier offenen Zahnlücken. Bei 21,90 EUR pro Monat und 85 Prozent Erstattung ist dieser Tarif besonders für Versicherte mit Vorerkrankungen wie Parodontitis geeignet, da diese nicht abgefragt wird.
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick.
Die Nürnberger-Tarife eignen sich für alle, die keinerlei Fragen beantworten möchten. Die DFV-Tarife bieten höhere Zahnstaffeln und erstatten sogar bereits angeratene Implantat-Behandlungen, setzen aber voraus, dass Sie keine herausnehmbare Prothese tragen.